Montag, 6. März 2017

Unserer „Partei“ ist unser Ethos



Viele fragen uns Hellenen: wie sieht eure politische Einstellung aus? Welche Parteien wählt ihr? Steht ihr der Rechten, der Mitte oder eher der Linken näher? Einige bezeichnen uns als Nationalisten, für andere wiederum sind wir Internationalisten. Ich nehme den Leuten solche Fragen nicht übel, denn das sind die grundlegenden Denkkategorien sowohl der Romiosyni als auch des Westens. So denken sie nun mal, und da es für sie selbstverständlich ist, glauben sie, dass auch andere so denken. Also frage ich sie: habt ihr diese Frage auch den Lakota, Ewenken und Sami gestellt? Stille. Ich werde euer Schweigen dann als ein Nein werten und sage euch folgendes: die Ideologien, ob neuzeitliche oder nicht, beschäftigen die Kulturvölker nicht, denn diese haben ihre traditionellen Weltanschauungen. 
Die Ontologien dieser Ethnien sind mit den oben genannten Ideologien unvereinbar. Die verschiedenen Parteien oder Ideologien haben für indigene Kulturen keine Bedeutung und sind für sie nur im Falle und in dem Maße von Interesse, sofern es sich bei ihnen um regierende Parteien handelt und die Eingeborenen mit ihnen verhandeln müssen. Folglich sind auch wir weder rechts noch links. Uns geht kein Nationalismus oder Leninismus etwas an, insbesondere weil diese beiden Ideologien inhuman sind und sich den Kulturvölkern gegenüber als feindselig erwiesen haben, noch hängen wir den Parteien des rhomäischen oder „griechischen“ Staates an. Unsere politische Einstellung ist unsere Tradition.