Donnerstag, 14. Juni 2018

Bücher & mehr - Soziale Alternativen zu Amazon

Ihr wollt bei Amazon nicht mehr einkaufen und ab jetzt woanders bestellen? Und das zu guten Konditionen? Und dabei etwas Gutes tun? Hört sich zu gut an, um wahr zu sein? Ist es aber. Hier sind die Alternativen:

Alternativen zu Amazon in Sachen neue Bücher

Buch7

Buch7 berechnet keine Versandkosten und setzt 75 % des Gewinns in die Förderung ökologischer und sozialer Projekte. Großes Extra: Käufe können auch per paypal abgewickelt werden. Der Online-Shop wird mit Öko-Strom betrieben. Buch7 kooperiert mit Libri und hat somit Zugang zu Hunderttausenden von Büchern.

Fairbuch
Fairbuch bietet eine breite Palette von Büchern, eBooks für den Tolino, Musik, Hörbücher und DVDs an. Bei Büchern, CDs und DVDs erhebt Fairbuch keine Versandkosten. Außerdem bietet Fairbuch auch fremdsprachige (türkische, spanische, griechische u.a.) Bücher an. Zwei Prozent des Verkaufspreises gehen an die Kindernothilfe.

Ecobookstore
Bücher, Musik, Filme, Spiele und eBooks für den Tolino Reader - all das wird auf Ecobookstore angeboten. Und auch Ecobookstore berechnet bei Bücherbestellungen keine Versandkosten. Zudem spendet die Online-Buchhandlung monatlich an "Rettet den Regenwald". 

Fairmondo
Fairmondo bietet nicht nur Medien aller Art an, sondern auch Möbel, Lebensmittel und Kleidung. Außerdem können auch gebrauchte Bücher gekauft werden. Mit seinem Filtersystem bietet der Shop seinen Kunden die Möglichkeit an, gezielt nach ökologischen, fairen und gebrauchten Produkten zu suchen. Die Plattform ist als Genossenschaft organisiert und setzt großen Wert auf Transparenz. 1 % des Verkaufserlöses gehen an Projekte gegen Korruption.

Andere Alternativen (Bücher)

Thalia Online-Shop
Eine große Auswahl an Büchern, Hörbüchern und Spielwaren. Im Unterschied zu anderen Online-Händlern führt Thalia auch Filialen im ganzen Land.

ebook.de
Bücher und eBooks für den Tolino Reader - portofrei und übersichtlich.

Abebooks
Bietet sowohl neue, gebrauchte als auch antiquarische Bücher an. Das ausgeklügelte Filtersystem hilft Kunden dabei, Bücher ihres Themenfeldes zu finden und günstig zu kaufen.

Rakuten
Eine große Auswahl an Büchern, viele davon portofrei. Das Filtersystem erinnert etwas an Amazon.

Alternativen zu Amazon in Sachen gebrauchte & antiquarische Bücher

ZVAB
Bei ZVAB liegt der Schwerpunkt auf antiquarische Bücher aus aller Welt und in allen Sprachen. Zudem bietet es eine Riesenauswahl an gebrauchten Büchern an. Die Seite ist äußerst benutzerfreundlich und es ist super einfach, sich auf der Seite zu orientieren und das gesuchte Buch zu finden. Auf ZVAB bieten mehrere Anbieter, alles seriöse Anbieter wie Medimops oder andere Antiquariate, Bücher zu fairen Preisen an. Die Seite wird auch gern von Buchhändlern genutzt.

Abebooks
Bietet sowohl neue, gebrauchte als auch antiquarische Bücher an. Das ausgeklügelte Filtersystem hilft Kunden dabei, Bücher ihres Themenfeldes zu finden und günstig zu kaufen.

Antiquariat
Wie der Name schon sagt, liegt der Schwerpunkt hier auf antiquarische Bücher aus aller Welt. Die Versandkosten sind fair und das Angebot umfangreich.

Medimops
Eine große Auswahl an Büchern, Games, Filme, Songs und Softwares. Die Startseite ist sehr benutzerfreundlich, die Kategorien überschaubar und das Angebot übersichtlich organisiert.

Fairmondo
Fairmondo bietet nicht nur Medien aller Art an, sondern auch Möbel, Lebensmittel und Kleidung. Außerdem können auch gebrauchte Bücher gekauft werden. Mit seinem Filtersystem bietet der Shop seinen Kunden die Möglichkeit an, gezielt nach ökologischen, fairen und gebrauchten Produkten zu suchen. Die Plattform ist als Genossenschaft organisiert und setzt großen Wert auf Transparenz. 1 % des Verkaufserlöses gehen an Projekte gegen Korruption.

Andere Alternativen gefälligst?

Nun lebt es sich nicht von Büchern allein. Deshalb sollen hier noch ein paar andere Shops vorgestellt werden, die auch Möbel, Elektrogeräte und andere Produkte anbieten:

Kivanta
Kivanta ist vor allem eine plastikfreie Alternative zu Amazon. Das Angebot reicht von Trinkflaschen, Brotdosen, Spielsachen für Kinder bis zu Zahnbürsten, Küchenutensilien, Schmuck und Deko-Artikel. Es gibt immer wieder Angebote und der Shop ist äußerst benutzerfreundlich organisiert.

AdvocadoStore
Advocadostore bietet ein großes Angebot an Öko- und Fairtrade-Produkten. Das große Plus von AdvocadoStore ist sein Filtersystem. Dieses hilft Kunden dabei, gezielt nach Produkten ohne Versandkosten und mit reduziertem Kaufpreis zu suchen oder nach Produkten, die Co2 sparend, fair, nachhaltig und Made in Germany sind. Zum Angebot gehören Damen- und Herrenmode, Spielzeuge und Kleidung für Kinder, Möbel, Tiernahrung, Kosmetik und Lebensmittel. Der Shop legt großen Wert auf vegane Produkte und Schadstoffreduzierte Herstellung.

Fairmondo
Auch Fairmondo bietet Lebensmittel, Sportartikel, Kleidung und Gartengeräte an. Mit seinem Filtersystem bietet der Shop seinen Kunden die Möglichkeit an, gezielt nach ökologischen, fairen und gebrauchten Produkten zu suchen. 

ARLT
ARLT bietet alles rund um das Thema PCs an. Die PCs stammen aus den Lagern großer Hersteller, aber auch aus der hauseigenen Produktion. Der Kunde kann seinen PC individuell ausstatten lassen. Die Preise sind fair und das Preis-Leistungs-Verhältnis für viele ausschlaggebend. ARLT bietet nicht nur den Kauf von PCs und Multimedia-Zubehör an, sondern auch einen guten Repair-Service und intensive Beratung in den Filialen vor Ort. Ab einem Einkaufspreis von 100,00 EUR liefert ARLT versandkostenfrei. Dazu kommt eine Garantie von 2 Jahren. Käufe können über Paypal abgeschlossen und die gewünschten Produkte in kleinen Raten abbezahlt werden.

Büromarkt Böttcher AG 
Der Büromarkt Böttcher bietet alles rund ums Büro an. Dazu gehört nicht nur der obligatorische Ordner, sondern auch Tintenpatronen, ergonomische Tastaturen und Büromöbel. Aber das ist nicht alles. Denn im Angebot stehen auch Abflussreiniger, Bohrer-Sets, Blutzuckermessgeräte, Zahnbürsten, Koffer, Taschen und sogar Leinwände. Das Angebot ist riesig. Bei Böttcher kann man sowohl als Privatkunden als auch als Unternehmer einkaufen. Der Kunde kann über Paypal, Nachname, Lastschrift und Vorkasse zahlen. Neben den guten Preisen gibt es immer wieder auch Aktionsartikel. Ist man mit der Ware nicht zufrieden, kann man diese problemlos und vor allem kostenlos zurück schicken. Der Shop ist Bio-zertifiziert und Testsieger in der Kategorie Bürobedarf (Onlinehandel) (TestBILD 2017/18).

Mittwoch, 13. Juni 2018

Philip Wilkinson / Neil Philip: Mythologie kompakt

Rezension zu: Philip Wilkinson / Neil Philip, Mythologie kompakt, München 2008.

«Mythologie kompakt» ist ein einzigartiges, edukatives Buch. Wilkinson und Philip haben eine wohlbedachte Auswahl an Mythen aus aller Welt getroffen; mit ihrem unkomplizierten Schreibstil und den hochwertigen Bildern zum Text gelingt es ihnen, einen guten Eindruck von der Lebendigkeit und Schönheit der Mythologie zu vermitteln. Die Autoren bringen ihren Lesern auch etwas über die Geschichte und die Götter jener Ethnien bei, deren Mythen sie hier gekonnt nacherzählen, ohne sie in «tiefere Gewässer» zu ziehen. Im Übrigen merkt man ihnen ihre Achtung und Faszination für die Mythen an, und das rechne ich ihnen hoch an.

Selbstverständlich erzählen sie nicht nur Mythen aus China, Japan oder Ozeanien, sondern auch, und gleich zu Beginn, die Sagen der Griechen, Römer und Etrusker, über die anatolischen Götter Mithras und Kybele (S. 94-95) und die der Ägypter. Die Kultur der Etrusker wird sehr spannend erzählt; die etruskische Kultur bildete die Grundlage für die römische. 362 vor unserer Zeitrechnung wurde ihre Hauptstadt Veji von den Römern eingenommen, danach gingen die Etrusker in der römischen Republik auf. Der Einfluss ihrer Götter auf die der Römer ist kaum zu überschätzen. In Anbetracht der Unmenge an keltischen, griechischen oder römischen Sagen, meinen manche, von den europäischen Mythen seien genug übrig geblieben, doch der Schein trügt. Die ältesten Mythen Europas sind fast «vollständig verloren gegangen» (S. 98). Und wer meint, genügend über die Götter Europas gelesen zu haben, soll sich auf einige Überraschungen gefasst machen. Wie viele wissen schon, dass die Göttin Demeter bis ins 19. Jh. in Gestalt der hl. Demetra verehrt wurde? Wenige.

Wilkinson und Philip warten freilich auch mit dem Gilgamesch-Epos auf, mit El, Marduk und Baal. Den Göttern der Hindus, Azteken, Shintoisten und anderer Ethnien. Auch die Mythen der amerikanischen Ureinwohner («Indianer») haben sie miteinbezogen, sogar auf das Weltbild der Inuit («Eskimos») dürfen wir einen kurzen Blick werfen. Letztere verehren gar keine Götter, sie kennen nur die Geister der Tiere, die sie jagen.

Ist der Leser nicht in der Mythologie versiert, werden ihn die vielen Ähnlichkeiten zwischen den Mythen verschiedenster Kulturen sicher überraschen. Denn ein roter Faden durchzieht sie alle: der Kosmotheismus ihrer Völker. Bei fast allen Ethnien befinden sich die Götter innerhalb des Seins, so auch die Ursache für die Entstehung der Welt, und das Universum ist entweder ungeschaffen oder selbstentstanden. Die Götter sollen lediglich Ordnung ins ursprüngliche Chaos gebracht haben, so z.B. Pan-Ku. Je mehr wir im Buch lesen, desto farbenfroher und plastischer wird unser Bild von der Ethnosphäre.

Ich habe die Lektüre genossen, nicht zuletzt wegen der großartigen Bilder zum Text. Viele Motive aus der Mythologie wurden abgebildet, darunter auch ein Abbild des des «Sonnenwagen von Trundholm» (hat einen Durchmesser von 25 cm und stammt aus dem 14. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. S. 98). Aufmachung, Layout und Einband sind von erster Qualität. Der Text lässt sich gut lesen. Der Übersetzer hat eine gute Arbeit geleistet. Ich kann «Mythologie kompakt» wärmstens und ohne Vorbehalte allen Lesern weiterempfehlen, die einen Einstieg in die Welt der Mythen suchen. Auch als Geschenk wäre das Buch eine gute Idee.

Gottfried Hierzenberger: Der Glaube der alten Griechen und Römer

Rezension zu: Gottfried Hierzenberger, Der Glaube der alten Griechen und Römer, Kevelaer 2003.

«Der Glaube der alten Griechen und Römer» von Gottfried Hierzenberger erzählt die verflochtene Geschichte von Polytheismus und Kulturtradition in Hellas und Rom. In Wahrheit ist der Inhalt breiter gefächert, als der Titel ahnen lässt. Herr Hierzenberger will zeigen, wie sich die Religionen der Griechen und Römer entwickelt haben, aber parallel dazu behält er die Bildung ihrer Kulturtradition im Auge, wohl wissend, dass beides zusammengehört. Allerdings begnügt er sich nicht damit, Fakten aufzuzählen und Ereignisse zu schildern, sondern er will auch interpretieren. Das gelingt ihm aber nicht, dafür ist er zu tendenziös (S. 8).
Er hat es sich auch nicht leicht gemacht. Während die meisten Autoren mit der archaischen Epoche beginnen und mit der hellenistischen schließen, wagt er sich sehr weit in die Vergangenheit zurück, er nimmt nämlich auch die Sesklo- und Kykladenkultur sowie auch die Minoische und Mykenische Kultur mit ins Bild auf. Seine Fühler streckt er gar bis in die spätere Antike. Damit hatte ich nicht gerechnet.
Das Buch muss wohl für «Neulinge» geschrieben worden sein, aber auch Kenner der Materie können durchaus von der Lektüre profitieren, denn die Verflechtung von «Religion», «Tradition» und «Kultur» wird deutlich akzentuiert und im richtigen Zusammenhang zueinander gestellt. Außerdem widmet er sich der Minoischen und Mykenischen Kultur mit der gleichen Aufmerksamkeit, die er auch der klassischen Zeit angedeihen lässt. Manche Autoren behandeln die Minoische und Mykenische Kultur recht «herzlos», als würden sie es kaum erwarten, sich bis zur archaischen Zeit durchzuwursteln, um endlich in der klassischen anzukommen. Nicht so Hierzenberger.
Im Übrigen weiß er gut zwischen Kult und Mythologie zu unterscheiden. Letztere hat einen «historischen Kern» (S. 9), sagt er. Diese Sagen entstammen dem dem 3. Jahrtausend v.Z. und wurden erst um 800 von Homeros und Hesiodos aufgezeichnet. Der Leser erfährt auch etwas über die Linear-A und -B-Schriften, letztere wurde 1952 von Michael Ventris entschlüsselt. Auf Linear-B-Täfelchen werden Zeus, Hera und andere griechische Götter erwähnt.

Der griechische Baum- und Vegetationskult hatte wohl in der Minoischen Kultur seinen Ursprung. Im Kult der Minoer dominierten weibliche Gottheiten, allen voran die Schlangengöttin. Ihre Statue wurde bei Ausgrabungen wiederentdeckt und wird auf das 16 Jh. v.Z. datiert. Es wurden aber noch ältere Statuen in Griechenland gefunden, wie zum Beispiel die Statue des kykladischen «Harfenspielers» aus weißem Marmor, die aus dem Jahr 2200 v.Z. stammt. Interessant ist, dass in der «minoisch-mykenischen Kultur … Tieropfer fast völlig» fehlten, Feueropfer unbekannt gewesen sind (S. 51). Die religiösen Entwicklungen im griechischen Kulturraum werden verständlich erläutert. Auch der Sinn von Orakeln und Mysterien wird gut erklärt.

Außerdem akzentuiert der Autor die Beziehung zwischen zerbrochenen Stadtstaaten und neuen Umbrüchen in der «Religion», die nicht zuletzt auch dem verstärkten Einfluss des Orients auf Hellas und Rom geschuldet sind (Kybele-Kult, Isis-Kult, Hermetik etc.). Es ist ihm recht gut gelungen, ein umfassendes Bild von der späteren panhellenischen und römischen Kultur zu vermitteln.

Die Götter der Etrusker und Römer, die Hausgötter und Naturdaimonen, die Bedeutung des römischen Ritualismus für die Religion, die Aufgabengebiete der römischen Götter und die enge Verbindung zwischen etruskischer und römischer Religion werden beleuchtet. Auch hier gilt das Augenmerk des Autors der parallelen Entwicklung von «Kultur» und «Religion». Auch über die römische Religion sind die meisten Menschen schlecht informiert. Die Vorstellung, die römische Religion sei bloßer Formalismus oder ein Handel mit Gott gewesen, ist nämlich ein Missverständnis.

Wer keine zu großen Erwartungen hegt, kann ruhig auf die Lektüre zugreifen; in der versierte Leser werden sicher nichts neues lernen, jedoch könnte der Blickwinkel des Autors auch für sie von Interesse sein.

Inge von Wedemeyer: Die Goldenen Verse des Pythagoras

Rezension zu: Inge von Wedemeyer, Die Goldenen Verse des Pythagoras, Heilbronn 2001.

Das Buch “Die Goldenen Verse des Pythagoras” von Inge Wedemeyer hat die Goldenen Verse des Pythagoras zum Hauptgegenstand. Die Goldenen Verse bilden die ethischen Unterweisungen des Pythagoras und wurden von seinem Philolaos aufgeschrieben. In ihrem Vorwort erklärt Frau Wedemeyer, dass bei Pythagoras Religion, Wissenschaft und Leben eine Einheit bildeten; diese “Einheit” ist eine Lebensweise, eine Philosophie, welche im Tun und Wollen Ausdruck findet, wie die Autorin bemerkt. Sie zählt Pythagoras zu einer Gruppe von “Geistesheroen”, denen sie Universalität zuspricht. Wedemeyer will den Leser zu den “esoterischen Wissenschaften” geleiten, ohne diese weiter zu definieren, in denen es um den Aufstieg “zu einer immer tieferen Übereinstimmung mit dem Kosmos” gehe (S. 8). Das sei auch das Anliegen der Goldenen Versen. Darum gehe es eigentlich in jeder Religion, behauptet sie. Großteils besteht der Inhalt aus Spekulationen, Deutungen und Überzeugungen der Autorin, die scheinbar mit östlicher Spiritualität sehr vertraut ist. Sie ist der Überzeugung, dass “tief denkende Menschen” zu allen Zeiten und Orten “dieselben Wahrheiten entdeckt” hätten. Sie geht von der Existenz universeller Wahrheiten aus. Aus einem Zitat des Philostratos, in dem es heißt, dass die alten Religionen ihrem Wesen nach miteinander verwandt sind, generalisiert sie mit der Schlussfolgerung: “Alle Religionen” sind verschiedene Wege zum gleichen Ziel. Mit Pythagoras hat das am Ende wenig zu tun. Zur Geschichte und Nachwirkung der pythagoreischen Schule hat sie wenig geschrieben.

Dem Vorwort folgt der griechische Originaltext und seine deutsche Übersetzung. Leider weist die Übersetzung einige Fehler auf. So wurde die “Zurüstung”, drei Sätze, die die eigentlichen Goldenen Verse einleiten, falsch übersetzt. Grund hierfür war wohl das Substantiv Nomos. Nomos bedeutet Brauch/Sitte, aber auch Gesetz. Demnach hätte die Zurüstung folgenderweise übersetzt werden müssen: “Zuerst verehre die unsterblichen Götter, entsprechend der Sitte. Ehre und achte den Schwur, und halte die edlen Heroen heilig. Verehre die chthonischen Daimonen, indem du wie geboten opferst.” Im Buch heißt es aber: “Vor allem verehre die unsterblichen Götter, so wie es die Göttliche Ordnung lehrt. Ehre in frommer Scheu das Gelübde und die edlen Heroen, halte sie heilig. Verehre die in der Unterwelt wirkenden Daimonen, indem du opferst, wie es geboten” (S. 17). Im griechischen Text steht nichts von einer “Göttlichen Ordnung”. Diesen Fehler sollte der Verlag korrigieren.
Die “Goldenen Verse” sind vielmehr als eine bloße Unterweisung in pythagoreisches Denken. In ihnen sind wertvolle Element griechischer Psychologie und Pietät festgehalten. Sie erteilen guten Rat und weisen immer auf den Pfad zu den Göttern hin. So heißt es gleich zu Beginn: Unsere Freunde sollen wir nach ihrer Gesinnung aussuchen. Ein weiser Rat, denn mit unseren Freunden wählen wir auch unsere Lebensrichtung, wie Wedemeyer richtig sagt. Außerdem wird uns geraten, nichts zu tun, wovon wir keine Ahnung haben, aber zu lernen, was notwendig ist, Schlechtes in uns zu bekämpfen (z.B. den Geiz) und uns über unsere guten Taten zu freuen. Die Goldenen Verse erweisen sich als ein Handbuch fürs Leben. Sie bringen uns eine “sittliche, nutzbringende Lebensführung” nahe, durch die der Mensch die Freundschaft mit den Göttern, die Psyche mit dem Leib schließen kann. Das Interessante an den Goldenen Versen ist die Vorstellung, dass Schicksal und freier Wille nahe beieinander liegen. Das erinnert stark an Homeros. Was uns das Schicksal aufbürdet, das müssen wir ertragen, gleichzeitig aber sollten wir uns Möglichstes tun, um der Not abzuhelfen. Dies ist unter anderem mit Maßhaltung und Zügelung unserer Leidenschaften zu bewerkstelligen.

Immerzu wird die Einheit und Harmonie betont, Schlüsselbegriffe zum Verständnis des Pythagoreismus. Die Harmonie, der er im Kosmos gewahr wurde, hat Pythagoras ins Menschliche Maß übersetzt. Denn Iamblichos zufolge vernahm Pythagoras den Klang der Himmelskörper. Heute wissen wir, dass diese tatsächlich einen Klang erzeugen, der auch auf Tonträgern aufgezeichnet wurde. Zeus und die anderen Götter werden angerufen, uns die Augen zu öffnen und uns ans Ziel zu bringen.
Wedemeyer zitiert viel aus den Werken des Iamblichos und anderen spätantiken Philosophen, versäumt aber die Quellen anzugeben. Auf Seite 30 stoßen wir auf eine sehr interessante Hymne an Zeus aus den Diatheken des Pythagoras. Wer Zeus nur aus der Mythologie kennt, wird seine Vorstellung vom griechischen Göttervater sicherlich revidieren müssen. “Zeus ist der Odem des Alls (…). des Weltalls gewaltiger Urgrund”, heißt es in der Hymne. Ab hier fängt Wedemeyer damit an, die Grundzüge der Lehre und Kosmologie des Pythagoras “in mehreren Abschnitten mit fettgedruckten Übertiteln unterteilt” vorzustellen. Die Autorin erklärt nicht nur, sie deutet auch. Und die Gültigkeit dieser Deutungen sind deshalb anzuzweifeln, weil sie ihren Ausgangspunkt nicht in der griechischen Perspektive nehmen. Mit Emanuel Swedenborg, Jesus von Nazareth und dem Hellenentum fremden Konzept des “Karma” verdunkelt sie die pythagoreische Schule, welche sie davor mit Iamblichos, Apollonios und Porphyrios erhellt hat. 

Die Autorin ist sichtlich bemüht, Begriffe, die im Buch auftauchen, zu erklären. Die Heroen, von denen in der Zurüstung die Rede war, sind Menschen der Vorzeit, die Wedemeyer mit den Meistern im Fernen Osten vergleicht. Damit vermittelt sie dem Leser einen Eindruck vom Rang, den die Heroen bei den Griechen einnehmen. Die Daimonen bezeichnet sie als eine “Klasse zwischen den Göttern und Heroen” (S. 26), was sicherlich zutrifft. Allgemein wird die Bedeutung griechischer Begriffe, die in den Goldenen Verse und in den zahlreichen Zitaten aufkommen, von der Autorin gut erklärt. Die Bibliographie am Ende des Buches enthält viele und gute Bücher zur griechischen Kultur, Pythagoras und der griechischen Philosophie im Allgemeinen.

Alles in allem fand ich die Idee des Buches gut, nur bei der Umsetzung hapert es etwas. Es fließen die persönlichen Überzeugungen der Autorin in hohem Maße mit ein und die Interpretationen tragen das ihre dazu bei, den Pythagoreismus abendländisch und fernöstlich zu färben, und das sicher nicht Sinn der Sache. Wer sich für Pythagoras interessiert, dem kann ich das Buch sehr wohl empfehlen, er soll nur nicht bei dieser Lektüre bleiben, sondern anschließend mit der Lektüre akademischer Werke (z.B. Guthrie) fortfahren. Anders kann ein solides Verständnis der pythagoreischen Schule nicht erarbeitet werden.

Epikur, G. Krüger (Hg.): Von der Überwindung der Angst

Rezension zu: Epikur, G. Krüger, Von der Überwindung der Angst, 2. Aufl., München 2004.

In den letzten Jahren ist ein neuerwachtes Interesse an der griechischen Philosophie zu beobachten. Neue Publikationen und Übersetzungen sind damit einhergegangen, wobei der Blickwinkel der Autoren meist ein akademischer gewesen ist, fehlte oft die Bezogenheit zur griechischen Welt; zwar informieren sie uns Leser über die Ereignisgeschichte der Philosophie, aber am Ende setzt sich der Eindruck, die griechische Philosophie sei Spekulation, Theorie, so dass wir letztendlich nur an ihrem Kern vorbeischrammen. Mit Epikuros kommen wir der Sache näher, nämlich der Philosophie als eine „praktische Lebenskunst“ (S. 5). Krügers Buch zum Leben und Denken Epikurs’ empfand ich als eine sinnvolle Bereicherung.
Epikuros ist einer der beeindruckendsten Vertreter der griechischen Philosophie gewesen. Bereits mit 14 Jahren wande er sich der Philosophie zu, wusste dabei seine Eltern stets hinter sich, denen er Zeit seines Lebens in Liebe verbunden blieb. Mangels anderer Optionen, ließ er sich in den Platonismus unterweisen, wechselte dann aber zur demokritischen Schule unter Nausiphanes über. Epikuros fasziniert deshalb, weil sich in seiner Schule Altes und Neues, klassische und hellenistische Zeit, Kollektiv und Individuum die Hand reichen. Als die Bindung an die Polis wegfiel, entwarf er ein Lebenskonzept, das vielen Menschen einen Halt gegeben hat. Er empfahl ausdrücklich den Rückzug aus der Politik, außer es geht nicht anders, und ein aktives Leben im Kreise Gleichgesinnter. Er ging mit gutem Beispiel voran und installierte einen solchen im eigenen Garten. Schon bald sollte seine Schule bis zu den Grenzen der griechischen Welt Bekanntheit erlangen. Wir nennen sie heute noch „Kepos“, dem griechischen Namen für „Garten“. Von den 300 Schriftrollen, deren Verfasser er gewesen sein soll, sind uns nur Fragmente und Briefe überliefert. Vieles über Epikuros wissen wir von zweiter Hand.
Ziel seiner Schule war ein glückliches Leben im Zeichen der Hedoné (Lust). Die Abwesenheit von körperlichem Schmerz und geistiger Unruhe war ihm die größte Lust; allein sie befähigt zu Glück, Ein Hedonist im heutigen Sinn ist er nicht gewesen. Trotz Krankheit, starb Epikuros mit 72 Jahren einen glücklichen Tod, weil er, wie die Philosophen vor ihm, keinen Unterschied zwischen Philosophie und Lebensweise machte. Denn bei Epikuros dient „die Philosophie der seelischen Therapie“ (S. 5). Seine Philosophie könnte man die Kunst des Seelenfriedens nennen. Weil Reichtum und Ehrungen Unruhe verursachen, empfiehlt er, nicht danach zu streben, ausgenommen ist die Befriedigung unserer natürlichen Bedürfnisse, natürlich im rechten Maß, denn Maßlosigkeit findet nicht zur Lust, beeinträchtigt unserer körperliche Unversehrtheit.
Auf dem Fundament seiner Kultur bauend, bewahrt er den Menschen vor seiner Angst vor dem Tod durch friedliche Akzeptanz seiner Unvermeidbarkeit. Er geht so weit und meint, der Tod würde uns eigentlich nichts angehen: solange wir hier sind, ist er fort, kommt er aber, sind wir bereits gegangen. Denn der Mensch endet mit seinem Tod, seine Seele löst sich in ihre Atome auf. Unsterblich sind nur die Götter, sie genießen ewige Seligkeit in ihrem Reich zwischen den Welten (Metakósmia), kennen keine Sorgen, bereiten auch den Menschen keinen Kummer. Weit entfernt von der Welt der Sterblichen befinden sie sich, sind mit ihren eigenen Angelegenheiten beschäftigt. Und doch verehrte sie Epikuros, in ihrer Glückseligkeit waren sie seine Vorbilder.
Abgesehen davon, war Epikuros auch Atomist. In seinen Schriften zum Universum, beschreibt er diesen zusammengefügt aus unzähligen Atomen, wie die Götter und die menschliche Seele auch. Im Grunde ist besteht alles aus Atomverbindungen. Manche seiner kosmologischen Thesen und Erklärungen klingen naiv in modernen Ohren, aber nur deshalb, weil die Atomphysik klaren Tisch machte, mit Messgeräten und Computern, die Epikuros nicht kannte, Segmente der Wirklichkeit zu Fakten machte. Epikuros war allein auf seinen Verstand und die Weltanschauung und Tradition seiner Ethnie angewiesen. Darin liegt seine Größe: die Wirklichkeit verstehen, deuten und anschließend vermitteln zu können.
Schon allein die Tatsache, dass er gewisse Elementarteilchen unterscheiden konnte, zeigt, dass wir es hier mit einem Denkgiganten zu tun haben, einer, der Newton, Marx und Nietzsche in seinen Bann zog.
Ich empfehle die Lektüre definitiv weiter, meine aber, dass der Titel des Buches zwar den Inhalt des Kepos auf den Punkt genau trifft, nicht aber das Buch selbst. Denn der Schwerpunkt liegt eher in der epikureischen Atomphysik. Nichtsdestotrotz laden Schriftart und -größe zum lesen, das Layout ist auch angenehm, vor allem aber ist im Buch auch der griechische Originaltext zur deutschen Übersetzung gedruckt, zu der es übrigens Anmerkungen gibt, die die Lektüre erleichtern sollen.

Meinen Dank an den Herausgeber, das Buch lässt sich definitiv „sehen“.

Erwin Schrödinger: Die Natur und die Griechen

Rezension zu: Erwin Schrödinger, Die Natur und die Griechen, Diogenes Verlag 1989.

Schrödinger führt im vorliegenden Buch Gründe für die Zuwendung zum griechischen Geist an; seine Gedanken kreisen allein um die sogenannten Vorsokratiker, tatsächlich Geistesgiganten, vor allem interessiert an dieser Stelle ihre Gedanken zu Gott und der Welt. Ihre Gedanken zu Gott werden im Falle Schrödingers über abendländische Filter wahrgenommen, daher einige seiner tragischen Schlussfolgerungen. Über die Welt berichtet er über interessante Fakten. Hier habe ich zum ersten Mal erfahren, dass es die Pythagoreer waren, die als erste die Meinung vertreten haben, die Erde sei eine Kugel (S. 80).

Die Vorsokratiker war Sucher und Wissenschaftlicher eigener Art; Philolaos untersuchte die Harmonie von Körper und Seele, Aristarchos begründete das heliozentrische Weltbild. Alkmäon von Kroton verfolgte die Sinnesnerven zum Gehirn zurück, und erkannte, dass letzteres das geistige Hauptorgan des Menschen ist. Die „Philosophie der Griechen“ übt deshalb eine Faszination auf heutige Menschen, lautet das Resümee des Autors, „weil es nirgends auf der Welt, weder vorher noch nachher, ein so fortgeschrittenes, wohlgegliedertes Gebäude aus Wissen und Nachdenken“ gegeben hat (S. 28). Und er zitiert mit Burnet „Naturwissenschaft läßt sich zutreffend kennzeichnen als das Nachdenken über die Welt“ auf griechische Weise (S. 39); es scheint, als ob die Atomistik für ihn von ganz besonderer Bedeutung war. Am Ende leuchtet die Notwendigkeit nach einer Rückkehr zum hellenischen Geist deutlich ein.

Louise Bruit Zaidman / Pauline Schmitt Pantel: Die Religion der Griechen

Rezension zu: Louise Bruit Zaidman / Pauline Schmitt Pantel, Die Religion der Griechen, München: Beck, 1994.

Dieses Buch entspringt einer ungebrochenen französischen Tradition der Erforschung des Hellenentums. Wer über die Riten der Griechen lesen und die Bedeutung des Polytheismus verstehen möchte, ist mit diesem Buch sehr gut beraten. Die Autoren dringen tief in den Kult, seine Struktur, in die athenischen Übergangsriten und Kultgemeinschaften ein. Der Kult steht tatsächlich im Vordergrund. Wo dieser steht, ist der Mythos nicht weit; Zaidman und Pantel sind mit Dumezil, Levi-Strauss, Vernant, Detienne und Otto vertraut, daher überrascht uns ihr Verständnis für den Mythos nicht. Wer weiß, dass der Mythos ein Denksystem ist? Und wer weiß, dass er zur Religion gehörte, diese aber nicht ausmachte? Wenige.
Vertraut sind die beiden Autoren auch mit den Symbolen, Gottheiten und den Tempelbauten der Griechen, Skizzen im Text erweisen sich bei ihren Ausführungen als sehr hilfreich. Naos, Temenos, bomos sind dem Leser nicht fremd, wenn er die Lektüre beendet hat. Der Altar (bomos) steht im Mittelpunkt des Kultes; er steht in der Regel im Temenos, aber außerhalb des Tempels. Es ist strengstens verboten in den Tempeln niederzukommen, zu sterben oder Geschlechtsverkehr zu haben. In ihnen werden keine Tieropfer erbracht, lediglich Weihrauch den Unsterblichen gespendet, wenn überhaupt: denn die Tempel sind die “Häuser der Götter” und beherbergen in ihrem Abaton das heilige xóanon (Bildniss) der Gottheit. Nur zu ganz bestimmten Tagen wird das xánon unverhüllt in einer Prozession aus dem Tempel geführt. Der Abaton ist der heiligste Bereich des Tempels, zu dem keiner Zutritt hat. Ein weiteres Pluszeichen für das Buch: dem Leser wird die hellenische Pietät nahe gebracht. Sie ist der Schlüssel zum Verständnis der hellenischen Seele.
Vorherrschend ist in der hellenischen Religion das lokale Moment. Man muss wissen, dass die hellenische Religion eine ethnische ist. Die hellenische Ethnie war inhomogen, so auch ihre Religion. Letztere ist allein die Summe der religiösen Riten und Meinungen der Griechen. Weil wir über die Religion der Athener mehr wissen, als über die Religion bei den Spartanern oder Kretern, steht diese hier im Vordergrund, jedoch bleibt auch genügend Raum für andere Gebiete Griechenlands.
Auch die Mysterien kommen vor. Oft als Alternativen zur Polis-Religion missverstanden, waren sie in Wahrheit eine Ergänzung. Sie eröffneten den Mysten einen zusätzlichen Weg zur Transzendenz, mehr nicht. Außer ein paar Andeutungen oder beifälligen Äußerungen, wissen wir sehr wenig über die internen Abläufe Bescheid. Darüber wurde ein Mantel des Schweigens gelegt, die Riten durften nicht nachgeahmt werden. Im letzten Kapitel zeigen die Autoren, auf welche Weise das abendländische Denkschema dem Verständnis der Mysterien in die Quere kommt und machen auf falsche Annahmen moderner Interpretationen aufmerksam, die in keinem Verhältnis zu den religiösen Anschauungen der Griechen stehen. In gewisser Weise rehabilitieren die Autoren die griechische Religion, denn sie wissen, dass Religion und Mythos nicht ein und dasselbe sind, aber auch die griechischen Götter, über die sie zu berichten wissen, dass sie keine Personen, sondern (ominöse) Mächte sind (S. 180).
Auch für die Kosmogonie, den Attischen Kalender und drei wichtigen hellenischen Übergangsriten haben die Zaidman und Pantel Raum gelassen. Sie gehören mit dazu, ohne sie bliebe das Bild unvollständig. Die älteste vollständig erhaltene Kosmogonie ist die des Hesiodos. Hesiodos lässt sich von der hellenischen Kultur nicht wegdenken, seine Werke sind für das Begreifen der hellenischen Seele von fundamentaler Bedeutung.
Der Attische Kalender ist der vollständigste überlieferte Kalender der alten Griechen. Die Namen der Monate und wichtigsten Feste sind festgehalten, allerdings verfolgen die Autoren die Materie nicht weiter, gehen viel zu schnell zum nächsten Punkt über. Auch zu den Festen wird wenig gesagt; der Leser ist auf weitere literarische Werke angewiesen, wenn er tiefer in die Materie einsteigen möchte.
Der interessanteste Teil dürfte jener über die Namensgebung, Hochzeit und Beerdigung sein. Ihre Symbolik wird entschlüsselt, Abläufe erklärt, ihre Bedeutung für die Gemeinschaft aufgezeigt. Götter und Heroen wurden nicht willkürlich angerufen, wie im Kosmos, übernehmen sie auch in den Institutionen der Menschen die verschiedensten Funktionen. Ihre Rolle und die Erwartung an sie im Rahmen einer Hochzeitszeremonie war sehr spezifisch. Das System dahinter ist ein Netzwerk aus Mythos, Weltanschauung, Brauchtum und Religion, ein zusammenhängendes Netzwerk wohlgemerkt.
Am Ende des Buches stehen ein kleines Lexikon über die Götter und Daimonen, und ein Glossar. Dort stehen die Bedeutungen der Begriffe Abaton, Adyton usw. Außerdem eine reiche Bibliographie, in Gruppen aufgeteilt, und die Quellenangaben zu den Skizzen und Bildern im Buch.
Dieses Buch ist beileibe keine Einführung in den Hellenismos; hier wagt sich der Leser in etwas tiefere Gewässer, doch kommt ihm der klare und ordentliche Sprachstil der Autoren zu Hilfe, und für weitere Fragen stehen das Lexikon und das Glossar zur Verfügung. Jeder, der dieses Buch liest, erfährt vieles und richtiges über die Religion der Griechen einerseits, aber auch, oder vor allem, über das Netzwerk von Mythos, Weltanschauung und Religion, und ihrer Interaktion mit dem politischen Leben in der griechischen Polis der klassischen Epoche. Daher empfehle ich “Die Religion der Griechen” uneingeschränkt weiter.

Ein großes Lob an den Verlag für die Publikation, das Layout und die hervorragende Übersetzung.