Samstag, 7. Juli 2018

Tradition statt Ideologie

Tradition statt Ideologie

Immer wieder werden wir in Griechenland mit Fragen konfrontiert, die eine indigene Tradition eigentlich nicht beschäftigen: Der Nationalstaat, die Parteien, die Ideologien. Nicht selten werden wir von den Anhängern des Nationalismus als Internationalisten und von den Anhängern des Internationalismus als Nationalisten bezeichnet, weil wir ihre jeweiligen Ideologien aus mehreren Gründen ablehnen. So nach dem Motto: Wenn du nicht mit der einen Seite des Totalitarismus bist, bist du mit der anderen. Was eigentlich unlogisch ist, da unsere Welt weit vielfältiger ist, als die Anhänger der Homogenisierung vermuten. Wir selbst stehen nicht der einen oder der anderen Seite des Totalitarismus und Absolutismus entgegen, lehnen nicht das eine oder andere Nebenprodukt des Monotheismus ab, sondern den Monotheismus selbst und damit auch den Totalitarismus. Unsere Ablehnung ist selbstverständlich nicht ideologisch, sondern kulturell begründet. Es ist eine Haltung, die aus dem hellenischen Wertesystem resultiert. Daher kann der künstliche Dualismus zwischen Nationalismus und Internationalismus oder zwischen Faschismus und Leninismus für uns nicht von Bedeutung sein. Es sind Geschöpfe der christlichen Welt und darum gehen sie uns nichts an. Wir wissen aber auch, dass es außer unserer Perspektive noch andere gibt.

Für uns mögen die politischen Begriffe «links» und «rechts» zwar abgelebt und wertlos sein, jedoch besitzen sie für einen großen Teil der Gesellschaft in Griechenland einen großen, emotional aufgeladenen Wert, über den sich viele Menschen definieren und politisch orientieren. Daher wird unser Desinteresse am Parlamentarismus, den Parteien und Ideologien mit einem großen Fragezeichen, manchmal sogar mit Unbehagen aufgenommen. Das ist verständlich. Verständlich ist aber auch, dass unser Interesse an dem, was sich heute «Politik» nennt, nicht über das Maß des Notwendigen bzw. über unsere Interessen hinausgeht. Denn was wir unter «Politik» verstehen, hat mit dem heutigen Verständnis von «Politik» wenig zu tun, zumal die von uns präferierte Herrschaftsform die Demokratie und nicht der Parlamentarismus ist. Das allein ist schon ein enormer Unterschied, der in einer politischen Diskussion oder was man auch immer heute darunter verstehen mag, wie eine Barriere wirken kann. Außerdem kreist unser politisches Denken um Institutionen und nicht um Personen. Und an Stelle der Ideologien haben wir wie jede andere Ethnie unsere indigene Tradition und Weltanschauung, die sich nicht an Ideologien orientieren, sondern an der Natur. Wir sind also gar nicht auf eine säkularisierte monotheistische Ideologie angewiesen, um die Welt um uns herum zu deuten und uns darin zurecht zu finden. Das bedeutet natürlich nicht, dass wir die moderne Welt oder ihre technologischen oder anderen Errungenschaften aufgeben. Es bedeutet lediglich, dass wir uns allem verweigern, das die monotheistischen Stereotype reproduziert und das zu einer Kolonialisierung unserer mentalen Landschaften durch den Monotheismus und Autoritarismus führt. Aber abgesehen davon lassen sich die ethnischen oder indigenen Weltanschauungen und Ontologien gar nicht mit den modernen Ideologien vereinbaren. Das hat seine Gründe.

Die Ideologien der Moderne sind Botschafter einer anderen Kultur, die vom Christentum und seinen säkularisierten Ableitungen geprägt sind. Genau genommen sind die Ideologien die säkularisierten Versionen des globalen Monotheismus. (Wobei der Begriff der Moderne selbst problematisch ist, weil im öffentlichen Diskurs «modern» und «westlich» synonym verwendet werden und der Begriff der «Modernisierung» oft nichts weiter als ein Euphemismus für «Abendlandisierung» oder «Verwestlichung» ist. Denn im Rahmen des linearen Zeitverständnisses des Westens wird das Abendland zum Maßstab erhoben, an dem alle anderen gemessen werden. Und je mehr sich diese anderen dem Westen anpassen, als desto «moderner», «fortschrittlicher» werden sie dann angesehen. Dabei kann es schon sein, dass sie irgendwann im Westen ankommen, dabei aber sich selbst verlieren.) Demnach wäre es fatal, wenn wir uns diesen öffnen und uns damit der Gefahr einer schleichenden Assimilation an das Abendland oder die Romiosini aussetzen würden. Die heutige Kultur ist nicht unsere eigene. Viele von uns Hellenen sind aber in ihr groß geworden, haben gelernt in ihren Kategorien und Normen zu denken, weshalb es uns später umso schwerer fällt, von dieser Kultur, ihren Selbstverständlichkeiten und Klischees loszukommen und unsere Rezeptoren in die hellenische Tradition «einzuweihen». Der Nationalismus oder Internationalismus wären nur weitere Hindernisse auf diesem Weg, die unsere Quest nur unnötig in die Länge ziehen würden. Und doch tauchen sie immer wieder auf unserem Weg auf, wie Sphinxen, die uns immer wieder die gleichen Fragen oder in unserem Falle die gleichen Vorwürfe an den Kopf werfen, um die gleichen Antworten zu bekommen, mit denen sie sich offensichtlich nicht zufrieden geben wollen. Es werden Themen an uns herangetragen, die für uns keine sind. Und wie könnte es auch anders sein? Der Nationalismus ist eine moderne Ideologie. Der Internationalismus ist ebenfalls eine moderne Ideologie. Es handelt sich hierbei um zwei säkularisierte Versionen des Monotheismus, die unsere Sichtweise und damit unsere Auffassung der Welt beeinflussen und verändern. Wenn wir durch die Scheuklappen der Ideologien auf die Welt blicken, sehen wir sie verkehrt. Somit werden auch unsere Schlussfolgerungen verkehrt sein, da wir das uns Fremde, die hellenische oder andere indigene Kulturen auf der Basis von Kriterien beurteilen oder deuten, die in der Moderne heimisch, der Moderne vertraut sind, wobei das Eigene auf das Fremde, das Bekannte auf das Unbekannte projiziert wird. Das Ergebnis wäre die Schaffung einer Karikatur statt die Wiederherstellung der indigenen hellenischen Tradition.

Wir müssen uns also mit dem Hellenismos vertraut machen, um die Welt mit antiken Augen zu sehen. Dies wird nur durch das Studium der überlieferten griechischen Texte erreicht. Ohne dies notwendige Studium und die anschließende Veränderung unseres Ethos, würden wir bloß die Kolonialisierung unseres Geistes durch den globalen Monotheismus, das Abendland oder die Romiosini reproduzieren und uns dabei auch noch mitten im Kampf um die Befreiung unseres Verstandes von den Denkschablonen, Sichtweisen und Klischees der heute dominierenden Kultur wähnen. Ohne dass sich unsere Fußfesseln um ein bisschen gelockert hätten. Der unglückliche Mensch, der seine Ketten hinter sich herschleift, mag sich frei wähnen, aber in Wirklichkeit ist er unfreier als je zuvor. Der Ideologe mag dies Freiheit nennen, aber es bleibt eine Illusion, Selbsttäuschung.

Vor langer Zeit haben einige Menschen auf den Ionischen Inseln versucht, das Joch der Rhomäer und Osmanen abzuschütteln. Heute müssen wir die Stereotypen der Moderne, die säkularisierten Versionen des Monotheismus und die Imagination der herrschenden Kultur von uns abschütteln.

Freitag, 6. Juli 2018

Διαλέγουμε την ελληνική παράδοση αντί των νεωτερικών ιδεολογιών!

ΔΙΑΛΕΓΟΥΜΕ ΤΗΝ ΙΘΑΓΕΝΗ ΕΛΛΗΝΙΚΗ ΚΟΣΜΟΘΕΑΣΗ ΑΝΤΙ ΤΩΝ ΝΕΩΤΕΡΙΚΩΝ ΙΔΕΟΛΟΓΙΩΝ!

Ο εθνικισμός είναι νεωτερική ιδεολογία. Ο διεθνισμός είναι νεωτερική ιδεολογία. Είναι εκκοσμικευμένες εκδοχές του μονοθεϊσμού, που αλλοιώνουν τη θέαση και ως εκ τούτου την σύλληψη του κόσμου. Βλέποντας τον κόσμο μέσα από τις παρωπίδες των ιδεολογιών, τον βλέπουμε στραβά. Στραβά θα είναι επομένως και τα συμπεράσματα μας, αφού κρίνουμε το προς εμάς ξένο, τον ελληνικό ή οποιοδήποτε άλλο ιθαγενή πολιτισμό στη βάση γνώριμων προς την νεωτερικότητα κριτηρίων, προβάλλοντας το παρόν στο χθές, το γνωστό στο άγνωστο, με αποτέλεσμα την οικοδόμηση μιας καρικατούρας παρά την παλινόρθωση της ιθαγενής ελληνικής παράδοσης. Πρέπει λοιπόν να εξοικειωθούμε με τον ελληνισμό για να δούμε τον κόσμο μέσα από αρχαία μάτια. Αυτό επιτυγχάνεται μόνο δια της μελέτης των σωζόμενων ελληνικών κειμένων. Γιατί χωρίς αυτή την αναγκαία μελέτη και την μετέπειτα αλλαγή έθους, απλώς ανακυκλώνουμε τον αποικισμό της νοόσφαιρας μας από τον παγκόσμιο μονοθεϊσμό, την ρωμιοσύνη και εσπερία, νομίζοντας μάλιστα πως δίνουμε μάχη για την απελευθέρωση του νου από τα σχήματα και κλισέ του νυν πολιτισμού, ενώ στην πραγματικότητα οι ποδοπέδες μας δεν έχουν χαλαρώσει ούτε στο ελάχιστο. Ο κακομοίρης που σέρνει τις αλυσίδες του νομίζει ότι είναι ελεύθερος, στην ουσία όμως είναι περισσότερο ανελεύθερος από ποτέ. Ο ιδεολόγος μπορεί να το ονομάσει αυτό ελευθερία, αλλά δεν παύει να είναι κοροϊδία. Κάποτε κάποιοι στα Επτάνησα επεδίωξαν να τινάξουν το ζυγό των Ρωμιών και Οθωμανών. Σήμερα πρέπει να τινάξουμε από πάνω μας τα στερεότυπα της νεωτερικότητας, τις εκκοσμικευμένες εκδοχές του μονοθεϊσμού και το φαντασιακό του κυρίαρχου πολιτισμού.


 

Samstag, 30. Juni 2018

Marc Bekoff / Jessica Pierce: Vom Mitgefühl der Tiere

Rezension: Marc Bekoff / Jessica Pierce: Vom Mitgefühl der Tiere, Stuttgart 2011.

Bekoff hat eine umfassende Übersicht über das soziale Verhalten und Empfinden der Tiere verfasst. Er will die biologischen Gründe für das soziale Verhalten der Tiere innerhalb ihrer sozialen Gruppen erklären, die meist verheerenden Auswirkungen menschlicher Eingriffe auf das soziale Gleichgewicht der Tierwelt aufzeigen und uns Leser zu einem anderen Umgang mit Tieren hinführen. Überholte, aber liebgewonnene und bequeme Meinungen weicht er nicht nur auf, er widerlegt sie mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Psychologie, Ethologie, Biologie und der Feldforschung. Sein Beitrag ist von immenser Bedeutung.

Er folgt zwar einer bestimmten Hypothese, bleibt aber weitgehend unvoreingenommen und lässt auch andere Meinungen gelten. Ausgehend von eigenen Beobachtungen und der seiner Kollegen, den Erkenntnissen aus jahrzehntelanger Feldforschung und den Ergebnissen verschiedener Experimente an Tieren, schildert er Geschichten der Kooperation, Empathie und des Altruismus aus der Tierwelt. Kooperation komme in der Tierwelt viel öfter vor, als Aggression und Konkurrenz. Tiere trauern um ihre Jungen, Mäuse zeigen Empathie, Kapuzineraffen zeigen eine große "Abneigung gegen" Ungerechtigkeiten (S. 24). Täglich erreichen uns neue Informationen, welche die Grenze zwischen Mensch und Tier hinwegfegen (S. 10), warum auch nicht, schließlich sind wir Menschen auch Tiere. Seine Ausführungen machen einen Paradigmenwechsel notwendig.

Moral und Empathie haben sich in der Evolution entwickelt. Bereits Carl Gustav Jung nannte die Moral einen "psychischen Mechanismus", der laut Bekoff eine spezifische Funktion ausübt: das soziale Netzwerk der Tiere abzusichern und somit ihre Überlebenschancen zu maximieren. Bekoff definiert die Moral als "soziopositive Verhaltensweise", welche die Interaktionen innerhalb einer Gruppe reguliert.

Seine Beispiele machen seine ErlÃ'uterungen plausibel. Eine Vielzahl von Zitaten verschiedener Forscher untermauern seine Thesen. So hat Jane Goddall beobachtet, dass kooperatives Verhalten bei Schimpansen viel öfter vorkommt, als Kämpfe und Wunden. Er beschreibt konkrete Auswirkungen menschlicher Grausamkeit gegen Tiere, wie diese durch menschliches Tun traumatisiert werden und ein abnormes, aggressives Verhalten zeigen. Die Geschichte einer Freundschaft eines Elefanten zu einem Rhinozeros ist besonders dazu angetan, uns zum Überdenken unserer Ansichten zu bewegen. Ein junger Elefant hat sich mit einem Rhinozeros angefreundet und Kontakt zu diesem gepflegt. Der Rhinozeros wurde von Elfenbeinjägern getötet und begraben. Dieses Ereignis erschütterte den jungen Elefanten; er ging zur Stelle, wo der Rhinozeros begraben wurde, versuchte ihn auszugraben und gab währenddessen Klagelaute von sich. Faszinierend fand ich die Beobachtung eines Raben, der Wölfe zu einem toten Elch geführt hat. Bekoff hat das selbe Verhalten bei Raben und Kojoten beobachtet (S. 93). In Neuseeland bildete eine Gruppe von Delfinen einen Kreis um eine Gruppe von Schwimmern, um die Attacken eines Hais auf die Schwimmer abzuwehren (S. 159). Junge Wölfe reagieren negativ auf Unfairness im Spiel (S. 181). Der Sinn für Gerechtigkeit scheint angeboren, schlussfolgert Bekoff.

Der Wissenschaftler Panksepp hat den Beweis erbracht, dass Ratten lachen und Freude empfinden können. Manche dieser Experimente an Tieren sind extrem grausam, gibt Bekoff zu (S. 145). (Einer Ratte wird der Kopf abgerissen, um die Reaktion einer anderen Ratte zu testen.) Doch die Art und Weise wie Wissenschaft betrieben wird, hängt zum großen Teil von der Weltsicht der Wissenschaftler ab (S. 58). 2007 wurden Spiegelneurosen bei Walen entdeckt, wahrscheinlich sind diese die Fähigkeit zur Empathie verantwortlich. Gerade solchen Wissenschaftler wie Bekoff wird Sentimentalität, sprich mangelnde Objektivität vorgeworfen, doch wie Bekoff erwidert, sind die "privaten Gefühle anderer" eine armselige Entschuldigung, Forschungsergebnisse zu ignorieren, nur um es sich weiterhin bequem zu halten (S. 77). Eine Beziehung zu den Tieren behindert nicht die Forschung, sie kann sie sogar vertiefen.

"Bindungsförderndes Verhalten liefert die Grundlage, in der Kooperation gedeihen kann" (S. 102). Das körpereigene Mittel Oxytocin ist an der Mutter-Kind-Bindung beteiligt, es fördert aber auch die Kooperation. In gewisser Hinsicht bestätigt Bekoff den bekannten Anarchisten Kropotkin, der ebenfalls Kooperationsverhalten in der Tierwelt beobachtet hat. Dieses soziale Gleichgewicht, bei uns Menschen kaum noch vorhanden, wird immer mehr durch menschliche Eingriffe beeinträchtigt. Soziales Gleichgewicht und Gesundheit hängen zusammen, auch bei Menschen. Die Länder mit der meisten sozialen Gleichheit, wie zum Beispiel Norwegen, haben eine viel gesündere Bevölkerung als die USA (S. 187-188). Die Gründe hierfür sind von Bedeutung.

Der Autor berücksichtigt die wesentliche Literatur und kennt den neuesten Forschungsstand. Seine Erkenntnisse und sein Wissen ist enorm, viel wichtiger scheint mir aber sein solides Verständnis für die biologischen Hintergründe für das moralische Verhalten bei Tieren und ihr soziales Miteinander. Das Buch öffnet uns die Augen und verseht überholte Denkweisen mit sehr vielen berechtigten Fragezeichen. Ich bin sehr glücklich, das Buch gelesen zu haben und habe gleich nach der Lektüre angefangen, Konsequenzen aus dem neuen Wissen zu ziehen. Ein großes Dankeschön an den Autor, den Verlag in Deutschland, der die deutsche Ausgabe veröffentlichte und an den Herausgeber. Wir brauchen vielmehr solcher Bücher.

Dianne Skafte: Die Wiederkehr der Orakel

Rezension zu: Dianne Skafte, Die Wiederkehr der Orakel, München 1998.

Im vorliegenden Buch erklärt die amerikanische Psychologin Skafte Gründe für das verstärkte Interesse der modernen Gesellschaft für die alte Orakelkunst und zeigt anhand von Beispielen, welche psychologische Funktion sie erfüllt. Zwar entspringt die Orakelkunst der Wechselwirkung von Wirklichkeit und Innenwelt, aber im Gegensatz zu vielen anderen Autoren lokalisiert sie die Quelle des Orakelns außerhalb unseres Selbst. Ihre Haltung zum Thema ist eindeutig positiv. Eine Auseinandersetzung mit der Materie unter kritischen Gesichtspunkten ist rar gesät und beschränkt sich vorwiegend auf isolierte Vorfälle. Auf der anderen Seite werden mögliche Gefahren für die psychische Gesundheit klar vor Augen geführt, hier ist die Autorin ganz in ihrem Element. Diese Hinweise sind auch als Warnungen vor sorglosen Expeditionsreisen ins Unbewusste zu verstehen, weil erschütternde, extreme Bilder oder Botschaften aus dem Inneren bei Personen mit einer labilen psychischen Verfassung psychotische Anfälle oder innere Spaltungen bewirken können. Der Druck kann erschütternde Auswirkungen auf das Ich-Gepräge haben.

Skafte zieht eine Linie zwischen Aberglauben und Orakel; Orakelbotschaften sind immer persönlich nuanciert, stehen in irgendeiner Weise in Bezug zum Leben und Potential des jeweiligen Individuums. (Ausnahmen gibt es auch, sie treten vor allem in ethnischen Kulturen auf, weil diese einen kollektivistisch Charakter haben.) Aberglauben tritt immer dann auf den Plan, wenn Erlebnissen oder Botschaften wie Hundegeheul, die Begegnung mit einer schwarzen Katze auf dem Weg zur Arbeit etc. starr universelle und entpersonalisierte Bedeutungen bekommen, zumindest laut Autorin.

Die Ergebnisse einer Divination sind holografisch, eine Weissagung kann unerschöpflich gedeutet und ihre Bedeutung auf andere, aber ähnliche Verhältnisse umgemünzt werden, in jedem Fall ist eine Botschaft, ob im Traum, von Naturdaimonen überbracht oder wie auch immer, für einen Menschen von Bedeutung. Sie kann einen Rat, die Lösung zu einem Problem oder Trost enthalten.
Skafte punktet an dieser Stelle mit Beispielen aus Vergangenheit und Gegenwart; generell wird der Vergangenheit viel Platz eingeräumt, allen voran der Inkubation (Orakel können helfen, Träume zu verstehen) und dem Orakel von Delphi, über das sie zu berichten weiß, dass nur 75 der 500 bekannten Sprüche nachweisbar vom Orakel stammen. Der Rest stammt aus anderen Quellen oder ist nicht ermittelbar.

So weit, so gut. Ich erwähnte bereits das schwach ausgebaute Kritikvermögen von Frau Skafte. Manche ihrer Äußerungen sind nicht nur mit Vorsicht zu genießen, sondern schlichtweg naiv. Ich möchte ein Beispiel nennen. Über das Orakel von Delphi, die Geschichte und Mentalität der Griechen weiß sie sehr wenig, das hindert sie aber nicht daran, ein sehr eigenwilliges, wenn nicht abstruses Szenario zu entwickeln: die Vernichtung des Orakels von Delphi durch die Christen soll die Priester, vor allem die Pythia im Grunde kalt gelassen haben. Ja, die Pythia empfand sie wohl sogar als befreiend! Der Tempeldienst befriedigte sie nicht mehr, von ihren eigenen Orakelsprüchen soll sie gelangweilt gewesen und die „weltlichen“ Fragen der Menschen als trostlos empfunden haben. Und wenn Pythia mal darüber nachgedacht hat, erkannte sie, wie sehr der Tempeldienst und die damit einhergehende Lebensweise ihre weiblichen Bedürfnisse unterdrückte. Was soll man dazu sagen? Die Frau ist Psychologin. Ich kann verstehen, dass sie das Orakel von Delphi nicht als eine Institution erkennen konnte, wütend macht mich eher ihr Szenario zur (fehlenden) Betroffenheit der hellenischen Priester angesichts der Verwüstung des Orakels; die Projektion heutiger weiblicher Bedürfnisse auf die Pythia oder die gesichtslosen Frauen der Antike, wir sprechen immerhin über eine andere Zeit und eine fremde Kultur, ist unhaltbar, weil es die Frauenbewegung oder den Feminismus im Hellenentum nicht gab. Und wie kommt sie zu der Annahme, die Pythia hätte sich gelangweilt und ein anderes Leben herbeigesehnt, das mit der Zerstörung von Delphi in greifbare Nähe gerückt ist? „Plötzlich begreift die Priesterin! Delphis Heiligtum mußte zerstört werden“! (S. 107).

Noch schlimmer fand ich ihr Vertrauen in die Esoterikerin J. Z. Knight, anscheinend lohnt es sich nicht ihre Behauptungen kritisch zu hinterfragen, in die Medien Jane Roberts, Jach Pursel und ihr blindes Vertrauen in Hossca Harrison, auch ein Medium, hat mich an ihre Fachkompetenz zweifeln lassen. Hossca Harrison ist ein Mann, der während eines Urlaubs mit seiner Ehefrau einen schweren Unfall erlitt. Als er nach langer Bewusstlosigkeit im Krankenhaus zu Bewusstsein kam, verkündete er, dass der frühere Bewohner seines Körpers gestorben ist, und einem neuen Bewohner seinen Platz eingeräumt hat: dem Wesen Hossca Harrison aus einer anderen Welt. Angeblich stützt eine Computertomographie seine Äußerungen. Der Mann war der Überzeugung, ein anderes Wesen zu sein, das ihn selbst als den früheren Bewohner des gleichen Körpers identifizierte.

Ich weiß nicht wie er seine Frau überzeugte, jedenfalls hat sie diese Veränderung in ihrem Leben akzeptiert sowie auch die Bekundungen von Hossca Harrison, der nach einer Weile anfing Sitzungen abzuhalten und sich einen Namen als Medium machte. Seine Frau wurde seine Assistentin. Ihr Zuhause zu seinem Arbeitsplatz. Viele Menschen suchten ihn auf, manchmal wurden auch Gruppensitzungen abgehalten, wo das höhere Wesen aus einer anderen Welt den Hilfesuchenden Trost zusprach oder Ratschläge erteilte. Wahrscheinlich muss die New-Age-Bewegung auch auf seinem Heimatplaneten Fuß gefasst haben, anders lässt sich meiner Meinung nach nicht seine Vergöttlichung der Menschen erklären. „Ihr seid alle Götter“, sagte er einer Gruppe von Menschen, zu der auch die Autorin gehörte. Skafte war tief bewegt, so sehr berührte sie die Vorstellung von „Göttern“, die sich selber Schmerzen zufügen und verloren wirken.

Ob das Medium sich hollywoodreif in Szene setzt, an einer psychischen Störung leider, oder ob seine Geschichte wahr ist, widerlegen kann ich sie nicht, kann ich nicht beurteilen. Ich meine aber, dass der Wahrheitsgehalt seiner Biographie zweifelhaft ist, jedenfalls sind meiner Einsicht nach deutliche Zweifel angebracht. Mich irritierte eher das bedingungslose Vertrauen der Autorin, immerhin eine Professorin der Psychologie, ihre mangelnde Objektivität; die Geschichte müsste sie wenigstens etwas skeptisch machen, sie zu einer erweiterten Hintergrundrecherche motivieren oder kritische Fragen aufwerfen. Ehrlich gesagt kann ich ihre Haltung nicht nachvollziehen.

Das Buch hält nicht ganz was sein Titel und der Titel der Autorin vermuten lässt, sicherlich ist der Inhalt interessant, vor allem das Wissen um die psychologischen Gefahren fand ich wichtig, vor dem Hintergrund der derzeit anschwellenden Esoterikwelle sogar bedeutend, aber ein zweites Mal werde ich das Buch nicht lesen. Empfehlen kann ich es nur Leuten, die sich für die praktische Seite der Divination interessieren und daher auf Kenntnisse über die Gefahren für die Psyche angewiesen sind.

Doreen Virtue: Der Hunger nach Liebe

Rezension zu: Doreen Virtue: Der Hunger nach Liebe: Wie Sie Ihre Ess-Störungen liebevoll überwinden, Berlin 2008.

Essstörung. Was ist das eigentlich für eine »Störung«? »Ein seelisches Problem«, antwortet Doreen Virtue. Inwiefern? Nun, genau darum geht es hier. Wir sind unglücklich, traurig, depressiv, wütend, voller unerfüllter Sehnsucht nach Liebe, Anerkennung und Wohlbefinden? Der Frust weist uns den Weg zum Kühlschrank. Das Essen wird zu unserer Droge; unser verzweifelter Versuch eine Lücke zu füllen, etwas zu ersetzen. Ess-Sucht ist emotionaler Hunger und muss unbedingt ernst genommen werden. Woher kommt diese Störung aber? Auch darauf gibt die Autorin eine Antwort.

In diesem Buch analysiert die Psychotherapeutin Doreen Virtue die Sucht nach Essen, weshalb diese entsteht und welche Bedeutung sie für unser Leben hat. Ja, denn sie hat eine Bedeutung, genauso wie die Sucht nach einem ganz bestimmten verzehrbarem Produkt (die Sucht nach Kaffee weist Virtue zufolge auf »ein Aufzehren der Energie« aufgrund der Beschäftigung mit unwichtigen Dingen, die uns entmutigen. Die Sucht nach Butterkekse bedeutet »Sehnsucht nach Trost und Seelenfrieden«. Die Tabellenübersicht ist am Ende des Buches zu finden). Solche Deutungen tragen immer die Gefahr einer Pauschalisierung in sich. Der Betroffene wird erkennen, ob er sich und seine Sehnsucht im Buch wiederfindet.

Was liegt unserem Heißhunger nach Schokolade, Salziges oder Knackiges zu Grunde? Was wollen wir wirklich? Im Buch erfahren wir, warum wir uns nach einem bestimmten Lebensmittel verzehren, dabei an unserer zerbröckelnden Selbstkontrolle verzweifeln und wie wir Essattacken abwehren können. Eine solche Methode ist das Zähneputzen. Oft verwechseln wir Durst mit Hunger, emotionalen Hunger mit physischen Hunger. D. Virtue zeigt, wie sich der normale Hunger vom emotionalen unterscheidet und auf welche Körperzeichen wir zu achten haben. Das ist der Wert dieses Buches: Wege werden aufgezeigt, sich aus diesem Teufelskreis von Heißattacken-Schuldgefühle-Frustessen zu befreien.

Die Autorin litt früher auch unter Essucht und beschreibt ihren persönlichen Werdegang. Ihre Lebensgeschichte hilft uns, ihre Perspektive zu verstehen, Verbindungen zwischen Heißattacken und Unglück, Wut etc. zu erkennen. Wir erfahren jedoch nicht nur, warum wir so viel essen, sondern auch, was im Gehirn so alles dabei passiert. Auch dieser Teil ist laienverständlich und mit Beispielen unterlegt. Im Buch ist auch ein Test zu finden, um in Erfahrung zu bringen, was für ein Ess-Typ einer ist, und es wird deutlich gemacht, wie sehr sich unsere Persönlichkeit auf unser Essverhalten auswirkt.

Das Buch ist wirklich Klasse. Doreen Virtue ist eine bekannte Autorin vieler erfolgreicher Bücher esoterischen Inhalts. Deshalb war ich zunächst skeptisch. Ich fing vorsichtig zu lesen und wurde von der Kompetenz der Autorin überrascht. Virtue hat früher als Therapeutin für Suchtkranke gearbeitet. Die Erfahrung aus dieser Zeit prägen ihren Ansatz bei Esssüchten, denn diese Sucht wird von ähnlichen Symptomen und Mustern begleitet, wie sie sie aus ihrer Arbeit mit alkohol- und drogenabhängigen Klienten kennt. Tatsächlich handelt es sich bei dieser Literatur um ein populärwissenschaftliches Werk, das Licht in die dunklen, verdrängten Sehnsüchte hinter einer Essstörung bringt. Doreen Virtue beachtet viele Studien und Statistiken, berichtet von Experimenten, weist Quellen vor, bleibt sachlich. Körper und Psyche werden berücksichtigt.

Ich empfehle dieses Buch allen Menschen weiter, die entweder selber an Ess-Sucht leiden oder Freunde kennen, die damit zu kämpfen haben. Es ist sehr aufschlussreich und zeigt Methoden gegen den Heißhunger auf. Dieser Ansatz eröffnet neue Perspektiven und könnte im Rahmen einer Therapie dazu beitragen, dass der Betroffene sein Leiden versteht und an die Ursachen rangeht. Und genau darin liegt der Wert dieses Buches.

Erich Fromm: Authentisch leben

Rezension zu: Erich Fromm, Authentisch leben, 6. Auflage, Freiburg 2009.

«Authentisch leben» wurde aus verschiedenen Quellen zusammengesetzt. Rainer Funk hat das Vorwort verfasst und führt schon zu Beginn vor Augen, wie es um die Thematik des Buches bestellt ist. Erich Fromm findet seinen Anschluss zum Vorwort und zeigt, was er unter Authentizität überhaupt versteht. Dies ist deshalb wichtig, weil der Mensch von heute Wörter gebraucht, deren Sinn meist nebulös geworden ist; seine Wortwahl entbehrt der Klarheit. Fromm definiert, präzisiert, erklärt. Er kontrastiert das authentische mit dem entfremdeten Leben. Der Mensch vermag nur dann authentisch zu leben, wenn er mit sich und seiner Umwelt in Beziehung steht, in Fromms Augen ist der beziehungslose Mensch dem Wahnsinn verfallen. Auf dem Weg zu einem authentischen, daher spontanen Leben lauern viele falsche Freiheiten und Hürden. Dazu zählen die postmoderne Selbstinszenierung, der egozentrische Individualismus und die «irrationale Autorität». Mit dem Begriff «irrationale Autorität» meinte Fromm Autorität, die auf Angst oder Druck baut, aber keine Kompetenz vorweisen kann (S. 20).

Der moderne Mensch wird mit einer Maschine verglichen, unfähig, Bindungen einzugehen und ein gesundes Privatleben zu führen. Nach geleisteten acht Stunden Arbeit können viele nichts mit sich anfangen. Dreißig Jahre nach Erich Fromms Tod, hat sich die Lage diesbezüglich verschärft. Seine Gedanken führen den Autor auf die Frage nach dem «Wesen des Menschen», das es seiner Meinung nach geben muss, und wie sich ein Leben wider dieses «Wesen» auf die menschliche Psyche auswirkt. Er beschreibt sehr anschaulich, wie unsere Fröhlichkeit verkrüppelt wird, wenn wir uns auf dem «Markt» selbst anbieten, zu Werkzeugen werden. Wir werden abstrahiert und nicht mehr wie Lebewesen behandelt, fähig zu echten Gefühlen und eigenen Gedanken.

Enttäuscht und unzufrieden, flüchtet der moderne Mensch in die Selbstsucht und wird anschließend von noch mehr Unglück erdrückt. Erst die Selbsterkenntnis versetzt ihn in die Lage, wirklich für sich selbst sorgen zu können. In der Öffnung zur Welt ruht seine Befreiung aus dem «Gefängnis unseres Egoismus» (S. 54). Diese geht mit der Abwendung von den falschen Versprechen aus den Werbungen und der Industrie einher. Sich selbst lebendig erleben, lässt viele Versuchungen der Konsumgesellschaft verblassen. Aber es erfordert Mut, sich auf die eigenen Kraft zu verlassen.

Als einer der wenigen westlichen Denker traute sich Erich Fromm auf die Frage nach dem Sinn des Lebens eine Antwort zu geben. Das ist ihm hoch anzurechnen. In einem Punkt irrte er sich aber, nämlich als er den Gedanken formuliert, der Mensch sei das einzige Tier, das Werkzeuge als Erweiterungen seiner Gliedmaßen einsetzt. Die moderne Ethologie hat diese These widerlegt und den Beweis erbracht, dass auch andere Tierarten so vorgehen, z.B. bei der Nahrungssuche. Doch der Psychoanalytiker konnte zu seiner Zeit nichts davon ahnen, denn die Feldforschung hat diese Entdeckung nach seinem Tod gemacht.

Einmal mehr sticht Erich Fromm als ein origineller und aufmerksamer Denker aus der Masse der Intellektuellen heraus und «Authentisch leben» beweist, wie aktuell seine Einsichten geblieben sind. Zeit seines Lebens hat er die Menschheit bereichert und ich meine, dass er dies auch nach seinem Tod vermag.

Erich Fromm: Die Antwort der Liebe

Rezension zu: Erich Fromm, Die Antwort der Liebe, 2. Auflage, Freiburg 2003.

Die Verfallsanzeichen der «westlichen» Industrieländer sind keine neue Entdeckung. Erich Fromm nahm sie bereits vor über einem halben Jahrhundert zur Kenntnis. Seitdem hat sich die Welt sehr verändert. Der «westliche» Mensch wurde unglücklicher, die Vergiftung der Natur wurde in höherem Ausmaß betrieben. Ein Anliegen Fromm ist es gewesen, die Gründe hierfür herauszufinden, sie zu analysieren und zu kommunizieren. Das Unglück oder Unbehagen des modernen Menschen beruht auf seiner Entfremdung, einer Entfremdung zum Werkzeug für die Industrie, zu dem ihn die kapitalistische Gesellschaft gemacht hat. Zwischen dieser Gesellschaft und dem Wohl der Menschen gibt es einen starken Konflikt. In einer solchen Gesellschaft aufgewachsen, hat dieser moderne Mensch gelernt, sich und andere auf ihre Rentabilität, ihre Wirtschaftlichkeit zu reduzieren, den eigenen Wert an den wirtschaftlichen Erfolg, oder besser gesagt, Reichtum zu koppeln. Seine Fähigkeit zu lieben, zu hassen, für sich zu sorgen ist merklich verkümmert.

Doch was ist Liebe, was ist Hass? Jeder von uns kennt diese Wörter, wir machen gedankenlos Gebrauch von ihnen, und gehen davon aus, der «andere» die Bedeutung dieser Wörter versteht, das er sie versteht, wie wir sie verstehen. Leider zogen und ziehen viele Filmserien, Lieder, Romane die Liebe ins Lächerliche, stufen sie auf ein Gefühl herab, verzerren sie zum Kitsch. Doch Gefühle sind wechselhaft, sie unterliegen vielerlei Veränderungen. Trifft das auch auf die Liebe und den Hass zu?

Nun, Fromm sagt, die Liebe ist kein Affekt, sondern eine Haltung (S. 106). Sie zielt auf das Wohlergehen und die Freiheit derjenigen ab, die wir lieben. Und wir lieben nur dann richtig, wenn unsere Liebe den Bedürfnissen und der Natur unserer Liebsten entspricht. Mit einem Beispiel will Erich Fromm seine These veranschaulichen. Wenn wir eine Pflanze haben, müssen wir sie mit Wasser versorgen, sonst stirbt sie. Stellen wir uns vor, wir würden, wenn wir unsere Pflanze begießen, unsere Liebe zu ihr ausdrücken. Geben wir ihr so viel Wasser, wie sie braucht, lieben wir sie wirklich, geben wir ihr mehr, als sie braucht, beachten wir ihre Bedürfnisse nicht und übergießen wir sie, wird sie sterben. Wir müssen ihr geben, was sie wirklich braucht.
Mit Hilfe der modernen Medien ist der Mensch zur Ware geworden, zum Objekt. Doch der Mensch ist kein Objekt, wird aber zum Ding gemacht, wird er krank.

Aus diesem Buch kann der Leser zahllose Erkenntnisse gewinnen und evtl. sein eigenes Leid verringern oder zumindest verstehen. Fromm war ein sehr aufmerksamer Beobachter, seine Forschung nahm er sehr ernst. Je mehr Jahre seit seinem Tod vergehen, desto relevanter werden seine Einsichten für den modernen Menschen. Er erklärt seine Thesen und spricht mit großer Klarheit und Einfachheit, dass alle seine Leser ihn verstehen können.